Was der Rechner berechnet
Der Rechner beginnt beim Taylor-Russell-Modell[1]: Wie viele der eingestellten Personen werden sich bewähren? Dafür reichen vier Angaben: a) die Zahl der Bewerbenden, b) die Zahl der Einstellungen, c) die Basisrate und d) die Validität des Auswahlinstruments. Die Validitätswerte stammen aus der Metaanalyse von Sackett et al.[2] Darauf bauen vier optionale Erweiterungen auf:
- Monetärer Nutzen übersetzt die besseren Einstellungen in Geld (in einer Währung Ihrer Wahl), nach dem Nutzenmodell von Brogden, Cronbach und Gleser[3, 4]. Entscheidend ist, wie stark sich die berufliche Leistung von Personen in derselben Position unterscheidet. Eine verbreitete, vorsichtige Faustregel sind 40 % des Gehalts[5, 6], mit der Komplexität der Position wachsen die Unterschiede[7]. Jedes Szenario beschreibt ein Verfahren. Das erste Szenario wird an einer Zufallsauswahl gemessen und dient als Referenz für alle weiteren. Daher empfiehlt es sich, mit dem bisherigen Verfahren zu beginnen. Werden zwei Zeilen ausgewählt, zeigt der Rechner, was ein Wechsel bringt und ab welcher Validität sich das neue Verfahren lohnt.
- Steuern, Kosten und Fluktuation berücksichtigt die wirtschaftlichen Korrekturen nach Boudreau[8, 9]: variable Kosten, Steuern, Abzinsung und Personen, die das Unternehmen im Planungszeitraum verlassen. Sturman[10] zeigte, dass solche Korrekturen Nutzenschätzungen deutlich verringern können. Daher ist es sinnvoll, sie einzuschalten, bevor eine Zahl präsentiert wird.
- Absagen und Probezeit bildet ab, dass Personen Angebote ablehnen und deshalb auch weiter unten in der Rangfolge Angebote ergehen[11]. Außerdem zählt der Rechner, wie viele Personen in der Probezeit scheitern und was das kostet[12].
- Zwei Instrumente kombinieren vergleicht einen Gesamtwert mit einer stufenweisen Auswahl (Multiple Hurdle)[13, 14]. Die Korrelationen der Instrumente stammen, soweit verfügbar, von Berry et al.[15]
Jede Berechnung wird als Zeile in die Ergebnistabelle übernommen, sodass sich Szenarien direkt vergleichen lassen. Die Beispielpositionen verwenden mittlere Gehälter nach Anforderungsniveau aus der Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit[16]. Bewerbendenzahlen, Basisraten und Kosten sind dort Beispielwerte. Aufbau und einige Standardwerte orientieren sich am BCG-Nutzenrechner von Horstmann und Ziegler[17]. Alle Berechnungen nutzen das R-Paket personnelSelectionUtility[18] und laufen lokal in Ihrem Browser.